Über den Klosterhof, der auf drei Seiten von gotischen Gebäuden aus dem 15. und 16. Jahrhundert
und auf der vierten Seite von dem repräsentativen spätbarocken Gästehaus umgeben wird,
betritt der Besucher die große Brunnenhalle des Klosters.
Hier wird der Eintretende vom immerwährenden Gemurmel des gotischen Brunnens - des sog. Handsteins, Wahrzeichen des Klosters, der sein Wasser seit über 600 Jahren in die große bronzene Schale ergießt - empfangen.
Von der Halle aus schweift der Blick durch die Kreuzgänge, deren Gewölbe mit Birn- und Taustabrippen geziert werden. An Kunstschätzen reich, erschließt sich dem Besucher im Rahmen der Führung eine andere Welt.
Besonders beeindruckend sind neben der Brunnen-Halle und den Kreuzgängen die Buntglasfenster aus dem 14. bis 17. Jahrhundert, das Refektorium mit den Seccomalereien, der „Sarggang“ und die „Uhlenflucht“ mit den bemalten ehem. Nonnenzellen aus der nachreformatorischen Zeit, die Kirche, geweiht 1410 mit dem geschnitzten
Propststuhl, der Barockorgel, dem Taufbecken und dem gotischen Altaraufsatz,
der Nonnenchor mit einem Beweinungsbild aus der Werkstatt von Lucas
Cranach d. Ä., einer Leuchter-Madonna, verschiedene gotische Schränke und Truhen
– die älteste aus 1174.
Bemerkenswert ist, dass die Anlage durch die Jahrhunderte hindurch bis in die Gegenwart hinein in ihrer Gesamtheit bewahrt werden konnte.
Das Kloster Lüne ist eine Körperschaft öffentlichen Rechts unter der Aufsicht des Landes Niedersachsen. Diese wird durch den Präsidenten der Klosterkammer als Nds. Landeskommissar für die Lüneburger Klöster ausgeübt (www.klosterkammer.de).